Die Heilige Woche 2018

Die Liturgie der Karwoche – auch „Stille Woche“ genannt – ist eigentlich eine Liturgie, eine große Feier, die aus vier zusammenhängen Teilen besteht, die zusammen eine Einheit bilden:

Am Palmsonntag werden wir den Einzug unseres Herrn Jesus Christus in Jerusalem  feiern. Die Leute erwarteten einen Superpolitiker, einen zweiten König David, der alle ihre Probleme lösen wird. Dass Jesus Christus die Welt auf andere Weise befreien will, werden wir dann in der Passion hören. Das stößt auf Widerstand.

Am Gründonnerstag wird die Messe vom letzten Abendmahl gefeiert: Bei diesem „Abschiedsessen“ Jesu mit seinen Jüngern wäscht Jesus ihnen die Füsse. Damit will er ihnen und uns zeigen, dass Gott uns wohlgesonnen ist – ja mehr noch -  dass Gott uns, seiner Schöpfung – dienen will.

Am Karfreitag begleiten wir Jesus bei seinem Leiden und Sterben. In seinem freiwilligen und schmerzhaften  Leiden am Holz des Kreuzes stellt sich Jesus der Wirklichkeit der Welt und des Menschen. Er nimmt unsere Sünden und die der ganzen Welt auf sich und von uns weg. Er bejaht uns trotz unserer Dunkelheiten. Jesus stirbt für uns am Kreuz.

In der Osternachtsfeier erleben wir den Sieg des Lichts über die Dunkelheit, den Sieg des Lebens über die Nacht des Todes. Die Osternacht ist die Feier der großer Freude: das Leben ist stärker als der Tod, das „Ja“ Gottes stärker als das „Nein“ in der Welt. Das Licht des Lebens hat die Finsternis endgültig besiegt.